18. Dezember 2006 / T. Egli
Alle Jahre taucht in den Tagen vor Weihnachten die Frage auf, ob die Weihnachtstage in einer weissen oder eher in einer grün-braunen Umgebung stattfinden werden.
Nach der schwach aktiven Kaltfront vom vergangenen Wochenende, welche besonders in den östlichen und zentralen Alpen oberhalb von etwa 800 bis 1100 Meter über Meer 1 bis 5 Zentimeter Neuschnee brachte, stehen die Chancen sehr schlecht, dass es bis Weihnachten noch zu weiteren Schneefällen kommt.
Hinter der erwähnten Störung dehnt sich ein kräftiger Ausläufer des Azorenhochs zu den Britischen Inseln aus. Die Schweiz kommt an den südöstlichen Rand des Hochs zu liegen. Dabei kommt im Mittelland starke Bise auf, dies besonders im Genfersee Becken. Die Bise lässt im Laufe der Woche allmählich etwas nach, da sich der Kern des Hochs weiter nach Süden verlagert. An der allgemeinen Wettersituation wird sich aber bis mindestens am Dienstag, dem 2. Weihnachtstag, praktisch nichts ändern.
Abbildung 1 zeigt die vom Europäischen Mittelfristmodell für das Weihnachtswochenende prognostizierte Wetterlage:
Abbildung 1: Numerische Wetterkarten des ECMWF-Modells für den 24. und 25. Dezember, jeweils 12.00 UTC, für die Grundschicht, das 850 hPa und das 500 hPa Niveau. (Modelllauf vom 18.12.2006 00.00 UTC)
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Ganz Westeuropa liegt im Einflussbereich eines kräftigen Hochdruckgebiets. Der Luftdruck wird dabei auf der Alpennordseite bei rund 1040 hPa liegen. Mit der erwähnten Bise ist auch am Wochenende zu rechnen, allerdings nicht mehr ganz so ausgeprägt wie in der ersten Wochenhälfte. Mit viel Sonnenschein kann an Weihnachten aber nicht überall gerechnet werden. Mit der Bise und der ausgeprägten Inversionslage gibt es über dem Mittelland eine teilweise zähe Hochnebeldecke, welche sich nur teilweise auflösen dürfte. Ihre Obergrenze dürfte auf einer Höhe von etwa 1300 bis 1600 Meter zu liegen kommen. Darüber und in den Bergen wird es jedoch weitgehend sonnig und auch zunehmend mild sein.
An der aktuellen Schneelage wird sich also bis an Weihnachten kaum etwas ändern. Schnee liegt erst oberhalb einer Höhe von etwa 1000 bis 1200 Meter. Abbildung 2 zeigt eine Karte der Messstationen von MeteoSchweiz und des
Eidg. Institut für Schnee- und Lawinenforschung SLF mit den Gesamtschneemengen von anfangs Weihnachtswoche.
Abbildung 2: Gesamtschneehöhenkarte von MeteoSchweiz- und SLF-Messstationen vom 18.12.2006 von 06.00 UTC
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Kaum Änderung in der Altjahrswoche
Die weitere Wetterentwicklung in der Altjahrswoche ist zwar noch unsicher, der Trend der meisten numerischen Wettermodelle geht jedoch in Richtung Fortdauer des stabilen Hochdruckwetters.
Weiterführender Link:
Eine Statistik der MeteoSchweiz zur Häufigkeit von weissen Weihnachten im Mittelland.