19. Mai 2006 / Peter Albisser
Der diesjährige Mai bescherte uns bis jetzt meist unbeständiges Wetter. Zwischen hohem Luftdruck im Süden und tiefem Luftdruck im Norden herrschte häufig Westwind, mit dem vom Atlantik her in rascher Folge immer wieder Störungszonen gegen Mitteleuropa geführt wurden.
Sie brachten uns immer wieder Niederschläge, die zum Teil auch von kräftigen Gewittern begleitet waren (Abbildung 1).
Abbildung 1: Darstellung der täglichen Niederschlagsmengen der Messstationen Luzern, Zürich und Basel
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Abbildung 2: Darstellung der täglichen Sonnenscheindauer an den Messstationen Luzern, Zürich und Basel
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Die Temperaturen bewegten sich fast während der ganzen Periode (Abbildung 3) eher über den langjährigen Mittelwerten. Für die Jahreszeit zu kühl war es nur vom 8. bis zum 10. Mai. An den übrigen Tagen gab es Temperaturen, die gegenüber den langjährigen Mittelwerten zu hoch waren.
Abbildung 3: Abweichungen der Tagesmitteltemperatur gegenüber den langjährigen Mittelwerten der Stationen Luzern, Zürich und Basel
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Westwind prägt das Wetter
Am 18. stiess eine Störungszone vom Atlantik gegen Mitteleuropa vor (Abbildung 4). Bei ihrem Durchzug frischten die Winde auf und verbreitet kam es auch zu Niederschlägen.
Abbildung 4: Hinter der nach Mitteleuropa vorstossenden Störung schiebt sich eine lebhafte Westströmung ins europäische Festland hinein.
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Am 19. stellte sich dann nördlich der Alpen lebhaftes, für die Jahreszeit eher untypisches Westwindwetter ein. Der Wind frischte auch in den Niederungen immer wieder böig auf und an den meisten Orten wechselten sich in rascher Folge längere sonnige Abschnitte mit starker Bewölkung ab. In der zu uns herangeführten frischen Meeresluft herrschte eine ausgezeichnete Fernsicht. Zudem bildeten sich am Himmel immer wieder kleine Quellwolken, die mit den herrschenden Winden rasch gegen Osten zogen (Abbildung 5).
Abbildung 5: Westwindwetter sorgte für interessante Wolkenformationen. Das Bild stammt aus dem Kameranetz der MeteoSchweiz (Standort Frienisberg, Kanton Bern).
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Westwind intensiviert sich
Das vom Westwind geprägte Wetter dauert an. Im Laufe des Samstags (20.5.) wird ein sich verstärkender Tiefdruckwirbel über die Britischen Inseln hinweg nach Osten vorstossen (Abbildung 6). Auf seiner Südflanke werden bei uns die Winde kräftig auffrischen. Das für die Jahreszeit untypische Wetter geht damit weiter.
Abbildung 6: Erwartete Wetterentwicklung für Samstag 20. Mai 2006, 12z. Das Tief bei den Britischen Inseln lässt die Westwindlage über Mitteleuropa andauern.
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