19. Januar 2006 / Heinz Maurer, Daniel Gerstgrasser
Nach einer etwa zweiwöchigen "blockierten Wetterlage" erfolgte vom 16. auf den 17. Januar 2006 erneut ein markanter Temperaturanstieg. Bereits vom 30. auf den 31. Dezember 2005 gab es nach einer sehr kalten Periode einen ähnlichen Fall.
Die tiefverschneiten "kalten" Churfirsten aus Südosten. Aufnahme vom 30.12.2005 von Daniel Gerstgrasser aus Heissluftballon in etwa 4000 Metern Höhe.
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Temperaturanstieg vom 30. auf den 31. Dezember 2005 in Zürich, Bern und Basel.
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In der ersten Januarhälfte 2006 stellte sich dann eine länger andauernde Hochdrucklage ein. Ihr Schwerpunkt wurde dabei über Osteuropa stationär. Damit drängte sie die atlantischen Tiefdruckgebiete und Störungszonen um den Europäischen Kontinent herum nach Norden, zum Teil auch nach Süden ab. Über dem Mittelland konnte sich so unterhalb von einer markanten Temperaturinversion zunehmend ein Kaltluftsee mit Hochnebel bilden.
Hochnebelmeer vom Höhronen aus in Richtung Zürcher Oberland. Aufnahme vom 14.1.06 von Daniel Gerstgrasser.
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Wegen dieser austauscharmen Wetterlage stiegen hier die Feinstaubwerte alarmierend an und es bildete sich verbreitet Raureif, vereinzelt trat auch Industrieschnee auf.
Mit dem Warmflufteinbruch vom 16. auf den 17. und 18. Januar 2006 fielen vor allem in den zentralen und östlichen Alpen grössere Neuschneemengen.
Im Flachland setzte mit dem allmählich auffrischenden Westwind Tauwetter ein, allerdings blieb es wegen den stark unterkühlten Böden zum Teil noch länger "rutschig".
Temperaturanstieg vom 16. auf den 17.1.06 in Zürich, Bern und Basel.
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