Am ersten Septemberwochende wurde die ganze Schweiz mit viel Sonne verwöhnt. Die Temperaturen hingegen mochten nach recht kalten Nächten noch nicht so recht ansteigen und wurden als eher kühl empfunden. Dafür herrschte insbesondere in den Bergen traumhafte Fernsicht.
Vom Hochsommer in den Frühherbst
Der heisse August ist allen noch in Erinnerung, und auch am 1. September wurde vielerorts noch ein Hitzetag mit 30 Grad registriert. In der Folge sanken die Temperaturen langsam aber stetig und erreichten am Samstag, 5. September trotz viel Sonne maximal nur noch 17 Grad. Vor allem in höheren Lagen sanken die Temperaturen um etwa 15 Grad, ein markanter Übergang vom Hochsommer in den Frühherbst.
Auf nachfolgender Verlaufsgrafik wird der Temperaturverlauf anhand von drei Wetterstationen in verschiedenen Höhenlagen aufgezeigt: Zürich-Kloten 436 m, Davos 1594 m, Säntis 2502 m.
Temperaturen von Zürich-Kloten, Davos und Säntis vom Dienstag, 1.9. bis Sonntag, 6.9.09
gross.jpg, 36 KBKalte Nacht auf Sonntag, 6. September
Hinter der Kaltfront, welche am Freitag stürmische Winde und in Davos ein heftiges Hagelgewitter brachte, dehnte sich rasch ein Ausläufer des Azorenhochs von Frankreich her zum Alpenraum aus. Damit wurde die Luftmasse auf Samstag rasch abgetrocknet und stabilisiert. Nur an den zentralen und östlichen Voralpen verdeckten zu Beginn einige Restwolken zeitweise die Sonne.
Die Nacht auf Sonntag präsentierte sich dann sternenklar. So konnte die Wärme optimal abstrahlen und die Temperaturen sanken selbst im Mittelland vereinzelt auf 4 Grad. In einigen höher gelegenen Alpentälern gab es sogar Frost.
An den meisten Orten war es die kälteste Nacht seit Anfang Mai. Solch tiefe Werte kommen Anfang September nicht häufig vor; es sind aber auch keine Rekordwerte.
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Traumhaftes Bergwetter
Nach der kalten Nacht stiegen die Temperaturen im Laufe des Sonntag rasch an. Maximale Sonneneinstrahlung und die im Hochdruckgebiet absinkende Luft (Subsidenz) trugen im Wesentlichen dazu bei. Einzige Einschränkung waren einzelne Frühnebelfelder in Gewässernähe, ein untrügliches Anzeichen des nahenden Herbstes mit den wieder längeren Nächten.
In den Bergen war vom Nebel nichts zu spüren. Dort herrschte in der frischen, klaren und trockenen Polarluft hervorragende Fernsicht.
Nachfolgend ein paar ausgewählte Bilder aus dem MeteoSchweiz Kameranetz:
Piz Corvatsch mit Blick zu den Engadiner Seen und der Gletscherwelt vom Berninamassiv
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