Zwischen Donnerstagabend 26. Januar und Samstagmorgen 28. Januar gab es auf der Alpensüdseite beträchtliche, teils sehr aussergewöhnliche Schneefälle bis in die Niederungen. Es kamen dabei Schneemengen zusammen, wie sie seit 1986 nicht mehr gemessen werden konnten.
Die ergiebigsten Niederschläge erhielt das Mendrisiotto, aber auch im übrigen Tessin (mit Ausnahme des Bleniotals und der Leventina) sowie im Misox wurden grosse Schneemengen registriert. In den Gebieten, die von der aus Süden herangeführten feuchten Luft am meisten betroffen wurden, erreichte die Schneedecke eine Dicke von 60-90 cm, was einem Wasserwert von 45 bis 65 l/m2 entspricht.
Die am Donnerstag und Freitag im Sottoceneri gemessenen Neuschneemengen gehören zu den höchsten, die in den letzten 100 Jahren in dieser Region gemessen worden sind. Für das mittlere Tessin handelt es sich um das fünftstärkste Schneeereignis, was einer Rückkehrperiode von etwa 15 bis 20 Jahren entspricht.
Am Samstag 29.1.06 um 07:00 gemessene Gesamtschneehöhen
Am Samstagmorgen um 7 Uhr lagen in Lugano 67 cm, in Locarno-Monti 58 cm Schnee. Weitere beträchtliche Schneefälle in Locarno ereigneten sich in den letzten 50 Jahren am 1. Februar 1986 (65 cm), am 17. Januar 1985 (81 cm), am 12. Februar 1978 (69 cm), am 29. Januar 1978 (85 cm), am 13. Januar 1978 (52 cm), am 12. Januar 1977 (54 cm), am 28. Dezember 1970 (51 cm) und am 12. Februar 1960 (50 cm).
Auch in den Bergen fielen mit 80 bis 90 cm Schnee recht grosse Mengen, besonders vom Simplongebiet bis zum Gotthard. Die grossen Neuschneemengen liessen dabei auch die Lawinengefahr deutlich ansteigen.
Aussergewöhnlich waren nicht nur die Schneemengen, sondern die tiefe Dichte des gefallenen Schnees. Zu Beginn betrug die Schneedichte 40 kg/m3 und stieg dann bis Ende des Ereignisses auf 75 bis 90 kg/m3 an. Bei früheren Starkschneefall-Ereignissen war der Schnee bei einer Dichte von 150 bis 200 kg/m3 deutlich schwerer. So leichter Schnee bis in die Niederungen ist nur bei Temperaturen deutlich unter Null Grad möglich, wie es vor allem zu Beginn des Ereignisses war. Dies ist der Grund, weshalb trotz nicht sehr grossen Niederschlagsmengen (bezüglich Wasserwert) solch grosse Schneemengen zustande kommen konnten.
Auch in den Bergen fielen mit 80 bis 90 cm Schnee recht grosse Mengen, besonders vom Simplongebiet bis zum Gotthard. Die grossen Neuschneemengen liessen dabei auch die Lawinengefahr deutlich ansteigen.
Aussergewöhnlich waren nicht nur die Schneemengen, sondern die tiefe Dichte des gefallenen Schnees. Zu Beginn betrug die Schneedichte 40 kg/m3 und stieg dann bis Ende des Ereignisses auf 75 bis 90 kg/m3 an. Bei früheren Starkschneefall-Ereignissen war der Schnee bei einer Dichte von 150 bis 200 kg/m3 deutlich schwerer. So leichter Schnee bis in die Niederungen ist nur bei Temperaturen deutlich unter Null Grad möglich, wie es vor allem zu Beginn des Ereignisses war. Dies ist der Grund, weshalb trotz nicht sehr grossen Niederschlagsmengen (bezüglich Wasserwert) solch grosse Schneemengen zustande kommen konnten.
Verlauf der Psychrometertemperatur vom 26. bis 29.1.06
Die grossen Schneemassen führten auf der ganzen Alpensüdseite zu erheblichen Verkehrsbehinderungen, so dass im Mittel- und Südtessin am Freitag nichts mehr lief. Viele Verkehrswege waren unpassierbar und selbst in den grösseren Zentren wie Lugano, Bellinzona und Locarno herrschte ein Schneekettenobligatorium. Schwere Fahrzeuge durften nicht mehr fahren, viele Schulen wie auch der Flugplatz von Lugano wurden geschlossen, Postauto und Bahn fuhren nur teilweise und mit grossen Verspätungen.
Besondere Schäden an Kulturen und Gebäuden wurden nicht vermeldet, wahrscheinlich Dank des aussergewöhnlich leichten Schnees.
Dieses Ereignis wurde von MeteoSchweiz bereits einige Tage im Voraus erkannt. So wurden die zuständigen Behörden bereits am Mittwochvormittag, d.h. etwa 36 Stunden vor Einsatz der Schneefälle, mit einer ersten Unwetterwarnung auf die bevorstehenden Starkschneefälle aufmerksam gemacht. Die weitere Entwicklung der Situation wurde laufend verfolgt. Am Freitagmorgen wurde sogar eine Warnung mit Stufe 3 für die ganze Alpensüdseite ausgegeben. Es handelt sich dabei um die höchste Stufe auf der Unwetter-Gefahrenskala, welche bisher in der Schweiz noch nie ausgesprochen wurde.
Starke Schneefälle sind auf der Alpensüdseite nur bei Erfüllen einiger Voraussetzungen möglich. Zum ersten muss in den unteren Luftschichten ausreichend kalte Luft vorhanden sein. Diese floss seit einigen Tagen auf der Südflanke eines kräftigen Hochdruckgebiets über Nordosteuropa aus Osten zur Alpensüdseite. Durch die Entwicklung eines Tiefdruckwirbels über Frankreich und dem westlichen Mittelmeer floss ab Mittwoch sehr feuchte Luft aus Südost zur Alpensüdseite, wodurch es zu einer Südstausituation kam, welche sich anschiessend verstärkte und bis Samstag anhielt.
Die Niederschläge setzten am Donnerstagvormittag ein und fielen bis fast am Schluss des Ereignisses in Form von Schnee bis in die Niederungen. Erst am Samstagvormittag ging der Schnee in tiefen Lagen bei gleichzeitiger Abnahme der Niederschlagsintensität in Regen oder Nieselregen über.
Besondere Schäden an Kulturen und Gebäuden wurden nicht vermeldet, wahrscheinlich Dank des aussergewöhnlich leichten Schnees.
Dieses Ereignis wurde von MeteoSchweiz bereits einige Tage im Voraus erkannt. So wurden die zuständigen Behörden bereits am Mittwochvormittag, d.h. etwa 36 Stunden vor Einsatz der Schneefälle, mit einer ersten Unwetterwarnung auf die bevorstehenden Starkschneefälle aufmerksam gemacht. Die weitere Entwicklung der Situation wurde laufend verfolgt. Am Freitagmorgen wurde sogar eine Warnung mit Stufe 3 für die ganze Alpensüdseite ausgegeben. Es handelt sich dabei um die höchste Stufe auf der Unwetter-Gefahrenskala, welche bisher in der Schweiz noch nie ausgesprochen wurde.
Starke Schneefälle sind auf der Alpensüdseite nur bei Erfüllen einiger Voraussetzungen möglich. Zum ersten muss in den unteren Luftschichten ausreichend kalte Luft vorhanden sein. Diese floss seit einigen Tagen auf der Südflanke eines kräftigen Hochdruckgebiets über Nordosteuropa aus Osten zur Alpensüdseite. Durch die Entwicklung eines Tiefdruckwirbels über Frankreich und dem westlichen Mittelmeer floss ab Mittwoch sehr feuchte Luft aus Südost zur Alpensüdseite, wodurch es zu einer Südstausituation kam, welche sich anschiessend verstärkte und bis Samstag anhielt.
Die Niederschläge setzten am Donnerstagvormittag ein und fielen bis fast am Schluss des Ereignisses in Form von Schnee bis in die Niederungen. Erst am Samstagvormittag ging der Schnee in tiefen Lagen bei gleichzeitiger Abnahme der Niederschlagsintensität in Regen oder Nieselregen über.
