23. April 2006 / Heinz Maurer
Am Samstagabend, dem 22. April 2006 bildete sich auf der Vorderseite einer schwachen Kaltfront über Deutschland erstmals in diesem Jahr eine frühsommerliche Gewitterlinie. Nach einem meist sonnigen Vormittag stiegen die Temperaturen bis am frühen Nachmittag auf warme 22, im Wallis und im Tessin sogar auf knapp sommerliche 24 Grad an. Die Nullgradgrenze kletterte auf etwa 3000 Meter. Gleichzeitig entwickelten sich über den Bergen die ersten grösseren Quellwolken und Gewitterherde. Gegen 18 Uhr bildete sich dann zwischen dem Napfgebiet und dem Jura eine Gewitterlinie, die in der Folge über das Mittelland hinweg nordostwärts zog und etwa um 20 Uhr die Bodenseeregion erreichte. Diese war begleitet von teilweise stark auffrischenden Südwestwinden, von lokal kräftigem Regen und wahrscheinlich vereinzeltem Hagel sowie von Blitz und Donner. Die folgenden Diagramme zeigen den Verlauf der verschiedenen Wetterelemente zwischen Samstag- und Sonntagmorgen, und zwar in Weltzeit, die zwei Stunden hinter der Lokalzeit ist.
Verschiedene Verlauf-Diagramme der ersten Gewitterlinie zwischen Samstag-und Sonntagmorgen in Weltzeit (+2 h).
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Radarbild von 18 Uhr mit sich bildender Gewitterlinie mit Schwerpunkt aus dem Napfgebiet.
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