Rückblick 1. bis 20. Mai
Bild 1: Verlauf der täglichen Abweichung der Temperatur vom langjährigen Mittel für den Mai 2010. Die Stationen sind regionsweise geordnet. blau=negative Abweichung, rot=positive Abweichung vom langjährigen Mittel
gross.png, 130 KBTemperatur
Bild 2: Verlauf der täglichen Niederschlagssumme in mm für den Mai 2010. Die Stationen sind regionsweise angeordnet. Tage mit weniger als 0.3 mm Niederschlag sind weiss eingefärbt.
gross.png, 130 KBNiederschlag
Bild 3: Summe der täglichen Sonnenscheindauer der Stationen Zürich und Säntis, jeweils vom 1. bis 20. Mai der Jahre 1884 bis 2010.
gross.png, 18 KBBesonnung
Dies ist sicher der interessanteste Parameter bisher, und auch hier täuscht der subjektive Eindruck nicht: Die ersten 20 Tage waren extrem trüb und man findet kaum Jahre in denen es vom 1. bis am 20. Mai so wenig Sonne gab.
Vom 1. bis 20. Mai 2010 wurden in Zürich 27.7h und am Säntis nur gerade 15.8h Sonne registriert. Eine Analyse der langjährigen Messreihen von Zürich und vom Säntis zeigt folgendes (siehe Bild 3):
In der Datenreihe von Zürich findet sich seit Messbeginn im Jahre 1884 kein Jahr mit so wenig Sonne. An zweiter Stelle liegen die ersten 20 Maitage des Jahres 1939 mit einer Summe von 35.5h.
Am Säntis findet man ein einziges Jahr mit weniger Sonnenstunden seit Messbeginn im Jahre 1888: Vom 1. bis am 20. Mai 1902 wurden nur gerade 13.1h aufgezeichnet. Die 15.8h von diesem Jahr liegen dementsprechend auf dem zweiten Rang. Weitere sonnenarme Maiperioden mit einer Summe von weniger als 50h in 20 Tagen gab es in Zürich in den Jahren 1902 und 1978 und am Säntis 1939, 1991, 1978, 1930, 1933 und 1962.
Ausblick Pfingsten
Bild 4: Kamerabild Landquart, 21. Mai 2010, 11h Lokalzeit. Die Feuchte trocknet auch in den unteren Schichten langsam ab.
gross.jpg, 329 KBAm Samstag (22.5) und am Sonntag (23.5) befindet sich die Schweiz im Einflussbereich von einem Hoch mit Zentrum zwischen England und der Nordsee. Da die Bise erhalten bleibt, dürften am Samstagmorgen noch einige Hochnebelfelder über der Deutschschweiz liegen. Die Feuchte trocknet aber rasch ab und wandelt sich in flache Quellwolken um. Am Nachmittag erreichen die Temperaturen im Osten etwa 21, im Westen 22, im Wallis 24 und auf der Alpensüdseite 25 Grad. Auf Sonntag steigen die Werte nochmals um 1 bis 2 Grad an, die Nullgradgrenze erreicht eine Höhe von 3100 Metern (siehe Bild 5 und 6).
Auf Pfingstmontag wird die Druckverteilung rasch flach, und in den unteren Luftschichten dreht die Strömung auf Südwest (siehe Bild 7). Mit der zugeführten Warmluft steigen die Temperaturen auch in der Ostschweiz über die Sommermarke von 25 Grad. Die Nullgradgrenze klettert dabei auf 3600 Meter. Aufgrund der trockenen Luftmasse entwickeln sich höchstwahrscheinlich noch keine Wärmegewitter.
Im Laufe des Dienstags (25.5) erfolgt dann aus Südwesten allmählich eine Anfeuchtung, am Nachmittag nimmt das Schauer- und Gewitterrisiko rasch zu. In der Folge dürfte sich dann eher ein veränderlicher Wettercharakter einstellen.
Bild 5: Prognose für Samstag, 22.5.2010. Dargestellt sind die Temperatur (Zahlen an den Stationen), der Wind auf ca. 1500 Metern in kt (Fiedern) und die Höhe der Nullgradgrenze (farbige Linien)
gross.png, 244 KBBild 6: Prognose für Pfingstsonntag, 23.5.2010, 14 Uhr. Dargestellt sind die Temperatur (Zahlen an den Stationen), der Wind auf ca. 1500 Metern in kt (Fiedern) und die Höhe der Nullgradgrenze (farbige Linien).
gross.png, 255 KBBild 7: Prognose für Pfingstmontag, 24.5.2010, 14 Uhr. Dargestellt sind die Temperatur (Zahlen an den Stationen) und der Wind auf ca. 1500 Metern in kt (Fiedern).
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