MeteoSchweiz

Aktuelles zum Wettergeschehen

07. Mai 2007 / Heinz Maurer, Michael Kasper

 

Landregen beendet die extreme Trockenheit

 

In der ersten Maiwoche hat sich die Grosswetterlage endlich geändert: nach der extremen Trockenheit und Wärme im April ist der langersehnte Regen eingetroffen und auch die Temperaturen sind etwas zurückgegangen. Nach der etwa vierwöchigen Hochdruckphase mit extrem trockener und warmer Luft zogen im Laufe der ersten Maiwoche allmählich flache Tiefdruckgebiete von Südwesteuropa her in Richtung Alpenraum. Ein damit verbundener Schub feuchter Mittelmeerluft brachte bereits im Laufe des Mittwochs, 2. Mai zuerst auf der Alpensüdseite, gegen Abend vor allem in der Westschweiz erste schauerartige Regenfälle (Bild 1).

 

Niederschlagsverläufe ausgewählter Stationen vom 2.-6. Mai

Bild 1: Niederschlagsverläufe ausgewählter Stationen vom 2.-6. Mai

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Nach dem Süden auch im Norden Regen

Nach einer Beruhigung am Donnerstag erfasste am Freitag, 4. Mai ein etwas kräftigeres Tiefdruckgebiet aus Südwesten unser Land (Bild 2). Es sorgte tagsüber zuerst wieder auf der Alpensüdseite, gegen Abend dann auch in den übrigen Landesteilen recht verbreitet für schauerartige Regenfälle (Bild 1).

 

Bodenwetterkarte vom 4.5.07, 14 Uhr

Bild 2: Bodenwetterkarte vom 4.5.07, 14 Uhr

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In der Folge zog das Tiefdruckgebiet unter allmählicher Auffüllung langsam ostwärts (Bilder 3 und 4). Es steuerte dabei auf seiner Rückseite sehr feuchte Mittelmeerluft aus Nordosten gegen die Alpennordseite. Diese sorgte dort am Samstag, dem 5. Mai schubweise für zum Teil ergiebige Regenfälle (Bild 1). Am Sonntag beruhigte sich die Lage zuerst in den westlichen und südlichen, am Nachmittag dann auch in den östlichen Landesteilen allmählich (Bild 1).

 

Bild 3: Bodenwetterkarte vom 5. Mai, 14 Uhr

Bild 3: Bodenwetterkarte vom 5. Mai, 14 Uhr

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Bild 4: Bodenwetterkarte vom 6. Mai, 14 Uhr

Bild 4: Bodenwetterkarte vom 6. Mai, 14 Uhr

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Niederschlagsmengen und Verteilung

Insgesamt fielen bis am Sonntag in der ganzen Schweiz Regenfälle, die insbesonders vom Jura her über das Mittelland hinweg bis zu den Voralpen und Alpen sowie vom Tessin bis zum Simplongebiet und bis zu den Walliser Südalpen zum Teil recht ergiebig ausfielen (Bild 5). Dabei handelte es sich trotz einzelner eingelagerter Gewitter meist um schauerartigen Landregen, der gut in die trockenen Böden eindringen konnte. Auch der Abfluss der übrigen Wassermengen erfolgte normal, da die ausgetrockneten Gewässer viel Platz boten und oberhalb von 1700 bis 2200 Metern die Niederschläge in Form von Schnee fielen.

Niederschlagsmengen vom Hautptereignis im Norden 4-6. Mai.jpg, 315 KB

 

Niederschlagssummen vom 2. bis 6. Mai

Niederschlagssummen vom 2. bis 6. Mai

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Temperaturentwicklung

Die Temperaturen gingen nur allmählich leicht zurück, einerseits da die feuchten Luftmassen aus dem warmen Mittelmeerraum stammten und anderseits die nächtlichen Tiefsttemperaturen wegen der reduzierten Abstrahlung tendenziell etwas anstiegen. Auffällig ist aber, dass der Tagesgang der Temperatur am Samstag, 5. Mai im Norden deutlich abnahm (Bild 6).

 

Bild 5: Temperaturverläufe ausgewählter Stationen vom 2.-6. Mai

Bild 5: Temperaturverläufe ausgewählter Stationen vom 2.-6. Mai

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Niederschlagsradarsummen

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