Bild 1: Temperaturverlauf im März 2009 in Zürich, Genf und Basel. Oben: Tagesminimum, Mitte: Tagesmaximum, unten: Abweichung vom langjährigen Mittel
gross.gif, 83 KBAnhand der Prognoseunterlagen ist aber Besserung in Aussicht. Auf Montag (30. März 2009) breitet sich ein Hochdruckgebiet vom nahen Atlantik nach Mitteleuropa aus. Die Schweiz gelangt an dessen Südrand in eine Bisenströmung. Mit Subsidenz (Absinkbewegung im Hoch) wird die feuchte Luft der Vortage von oben her abgetrocknet, an der Inversion bleibt zunächst noch einiges an Restfeuchte zurück. Nach diesem Übergangstag dehnt sich das eingangs erwähnte Hochdruckgebiet noch weiter nach Osten aus, so dass ab Dienstag eine vom nahen Atlantik über Mittel- bis nach Osteuropa reichende Hochdruckbrücke entsteht. In der weiter anhaltenden Bisenströmung gelangt zunehmend trockenere und milde Luft zur Alpennordseite. Allerdings ist die Hochdruckbrücke eher schwach ausgeprägt, sodass einerseits zeitweise ausgedehnte hohe Wolkenfelder durchziehen, anderseits bilden sich jeweils im Tagesverlauf einige Quellwolken.
Es wird jedoch von Tag zu Tag etwas wärmer, so dass ab Donnerstag im Norden verbreitet Höchsttemperaturen von 15 bis 19 Grad zu erwarten sind. Bild 2 zeigt die 10-Tages-Temperaturvorhervorhersage für Zürich. Dabei handelt es sich um eine sogenannte Ensemble-Prognose. Der wahrscheinlichste Wert ist mit einem schwarzen waagrechten Balken markiert, die Ausreisser nach oben und unten sind mit dünnen vertikalen Strichen gekennzeichnet.
Bild 2: 10-Tages-Prognose des Temperaturverlaufs für Zürich. Je länger die Balken, umso grösser sind die Unsicherheiten in der Prognose. (Quelle: EZMW)
gross.jpg, 40 KBAm Alpenhauptkamm und südlich davon liegen ab Mittwoch, 1. April 2009 deutlich feuchtere Luftmassen aus einem Tiefdruckgebiet über dem westlichen Mittelmeer (siehe auch Bild 3). Damit ist es im Tessin und in den Bündner Südtälern zeitweise bewölkt. Mit der tageszeitlichen Labilisierung entwickeln sich zudem vor allem in den schneearmen Regionen des Südtessins nachmittägliche Schauer. In Form von gelegentlichen Wolkenfeldern greift die feuchte Mittelmeerluft zeitweise auch auf die nördlich des Alpenhauptkammes angrenzenden Regionen über.
Bild 3: Prognose Bodendruck und relative Feuchte auf 3000 Metern für Mittwoch, 1. April 2009 (EZMW-Modell)
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