MeteoSchweiz

Aktuelles zum Wettergeschehen

05. April 2010 / Daniel Gerstgrasser

 

Abwechslungsreiches und farbenfrohes Osterwetter

 

Das Osterwetter zeigte sich im Jahr 2010 ausgesprochen vielfältig und abwechslungsreich. Sonne, klare Sicht, Föhn, Regen, Schnee und verschiedene Luftmassen prägten das Wettergeschehen.

 

Satellitenbild (HRV-Kanal) und Augenbeobachtungen vom Donnerstag, 1. April 2010, 12 UTC

Bild 1: Satellitenbild (HRV-Kanal) und Augenbeobachtungen vom Donnerstag, 1. April 2010, 12 UTC.

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Gründonnerstag - teils weisser Morgen

In der Nacht auf den Donnerstag, 1. April 2010 ist die Schneefallgrenze beidseits der Alpen gebietsweise auf 500 Meter gesunken, so wurden in Bern 2 cm und in Zürich 3 cm Neuschnee gemessen. In Zürich fällt im langjährigen Durchschnitt im April etwa alle zwei Jahre Schnee, in Bern ist etwa in jedem dritten Jahr mit mindestens einem Neuschneetag zu rechnen.

Tagsüber erfolgte aus Westen eine Wetterbesserung, lediglich im Rheintal und in Graubünden blieb es ganztags trüb (siehe Bild 1).

 

Satellitenbild (HRV-Kanal) und Augenbeobachtungen vom Freitag, 2. April 2010, 12 UTC

Bild 2: Satellitenbild (HRV-Kanal) und Augenbeobachtungen vom Freitag, 2. April 2010, 12 UTC.

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Karfreitag - vielerorts strahlend schön

Der Karfreitag war schweizweit gesehen der schönste Tag der Osterzeit. Am Morgen zogen dichtere Schleierwolken durch und im Mittelland hatte es stellenweise Nebel. Am Nachmittag haben sich am Jura und in der Nordwestschweiz einige Wolkenfelder gebildet (siehe Bild 2). In der frisch eingeflossenen Polarluft gab es aussergewöhnlich gute Sichtverhältnisse (siehe Bild 3), die Temperaturen blieben aber im Norden mit 10 bis 12 Grad verhalten, im Süden wurde 14 Grad gemessen.

In den vergangenen 10 Jahren war der Karfreitag 6x weitgehend sonnig, 3x veränderlich und nur einmal war es trüb und regnerisch. Dabei ist allerdings zu beachten, dass sich die Ostertage um fast einen Monat verschieben können.

 

Prächtiges Panorama von den frisch verschneiten Alpengipfeln (Glärnischmassiv mit Vrenelisgärtli knapp rechts von der Bildmitte)

Bild 3: Prächtiges Panorama von den frisch verschneiten Alpengipfeln (Glärnischmassiv mit Vrenelisgärtli knapp rechts von der Bildmitte). Standort: Hafen Thalwil/ZH, Freitag, 2. April 2010, nachmittags.

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Satellitenbild (HRV-Kanal) und Augenbeobachtungen vom Samstag, 3. April 2010, 12 UTC

Bild 4: Satellitenbild (HRV-Kanal) und Augenbeobachtungen vom Samstag, 3. April 2010, 12 UTC.

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Karsamstag - Föhn im Osten, keine Sonne im Süden und in der Westschweiz

Am Karsamstag war der Föhn das wetterbestimmende Element. Wie so oft im Frühjahr stiess der Föhn bis ins Flachland vor, so erreichte er etwa das deutsche Ufer des Bodensees. Am wärmsten wurde es dabei mit 15.7 Grad am Flugplatz Altenrhein. Am Genfersee, dem Jura entlang, auf der Alpensüdseite und im südlichen Graubünden war es meist trüb – es fiel aber nur wenig Niederschlag. Am meisten Sonne gab es zwischen dem Alpstein und dem Bodensee (siehe Bild 4).

 

Satellitenbild (HRV-Kanal) und Augenbeobachtungen vom Sonntag, 4. April 2010, 12 UTC

Bild 5: Satellitenbild (HRV-Kanal) und Augenbeobachtungen vom Sonntag, 4. April 2010, 12 UTC.

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Ostersonntag - im Süden und in den östlichen Alpen trüb, nass und kalt

Der Ostersonntag war schweizweit gesehen der trübste Tag der Festtage, immerhin gab es aber in der Westschweiz bis zu 4 Stunden Sonne. In den Alpen und im Süden war es trüb, im Tessin und in Graubünden teils auch ausgesprochen nass. Im Tessin schneite es stellenweise bis auf 500 Meter hinunter und in den Bergen fielen 30 bis 50 cm Neuschnee. Im Flachland der Nordseite fiel mit 0.5 bis 3 mm weniger Niederschlag als erwartet.

Die Temperaturen erreichten im Norden 10 bis 12 Grad, im Tessin war es mit 4 bis knapp 7 Grad für die Jahreszeit aussergewöhnlich kühl. In Locarno Monti wurde beispielsweise 4.7 Grad als Tagesmaximum gemessen. In den vergangenen 75 Jahren wurden im April in Locarno Monti nur 5x ähnliche oder tiefere Tageshöchstwerte gemessen (siehe ausführlicher Bericht der Kollegen in Locarno Monti) .

 

Satellitenbild (HRV-Kanal) und Augenbeobachtungen vom Montag, 5. April 2010, 12 UTC

Bild 6: Satellitenbild (HRV-Kanal) und Augenbeobachtungen vom Montag, 5. April 2010, 12 UTC.

Ostermontag - im Süden und teils auch im Westen strahlend schön, im Osten noch Niederschlag

In der Nacht auf den Ostermontag hat der aufkommende Nordwind auf der Alpensüdseite die Bewölkung rasch aufgelöst – der Tag begann wolkenlos und mit besten Sichtverhältnissen, ein markanter Kontrast zum nass-trüben Vortag. Der böige Nordwind stiess im Übrigen über die gesamte Poebene hinweg bis zu den nördlichen Ausläufer des Apennins vor.

Ganz anders in den bis Samstag begünstigten zentralen und östlichen Alpen: Bedingt durch die recht markante Staulage regnete, respektive schneite es dort bis am Mittag. Erst am Nachmittag konnte sich die Sonne auch hier langsam gegen die Restfeuchte durchsetzen.

 

Das Tessiner Wetter im Zeitraffer

 

Kamerastandort Montagnola oberhalb des Luganersees. Im Zeitraum von Gründonnerstag bis Ostermontag ist jeweils das Bild von 14 Uhr Lokalzeit dargestellt. Eindrücklich sind die raschen Wetterwechsel von Tag zu Tag

Bild 7: Kamerastandort Montagnola oberhalb des Luganersees. Im Zeitraum von Gründonnerstag bis Ostermontag ist jeweils das Bild von 14 Uhr Lokalzeit dargestellt. Eindrücklich sind die raschen Wetterwechsel von Tag zu Tag.

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