MeteoSchweiz

Medienmitteilungen

04. November 2011

 

Dauerregen im Süden: Bund und Kantone beobachten die Lage weiterhin

 

Gemeinsame Medienmitteilung der Naturgefahrenfachstellen des Bundes

 

Im Süden der Schweiz haben die erwarteten Niederschläge eingesetzt. Am intensivsten dürften sie am Samstag ausfallen. Lokal können sie zu Hochwasser und Hangrutschungen führen. Die Naturgefahrenfachstellen des Bundes beurteilen die Lage laufend und sind auch in den kommenden Tagen aktiv. Sie stehen in Kontakt mit den betroffenen Kantonen.

Im Simplongebiet, dem Goms, den Vispertälern, dem Tessin und dem Misox sowie in Teilen des Berner Oberlandes und in der Gotthardregion muss mit anhaltenden und intensiven Niederschlägen gerechnet werden, welche einer erheblichen bis grossen Gefahr entsprechen. Auf der Alpensüdseite und in Teilen des Wallis haben sie bereits eingesetzt. Diese Niederschläge sind die Folge eines umfangreichen Tiefdruckgebietes im Zentrum über dem Atlantik. Gleichzeitig sind mit der Föhnlage in den Alpentälern der Alpennordseite Böenspitzen von bis zu 90 km/h zu erwarten.

Die Schneefallgrenze liegt bis am Samstag auf ca. 2800 Metern. Somit fallen Teile der Niederschläge, vor allem in den Vispertälern und im Aletsch-Gebiet, als Schnee und gelangen mit etwas Verzögerung in die Gewässer. Der Lago Maggiore und der Lago di Lugano haben zur Zeit tiefe Wasserstände. Für die Rhone unterhalb von Brig und den Lago Maggiore wird bezüglich Hochwassergefahr mit einer Gefahrenstufe 2 gerechnet. Dies entspricht einem Ereignis, das alle 2 bis 10 Jahre auftreten kann. In den seitlichen Zuflüssen der Rhone aus den südlichen Walliser Alpen könnten auch höhere Abflüsse auftreten. In den von den intensiven Niederschlägen betroffenen Gebieten kann es zudem zu Hangrutschungen kommen.
Die Anordnungen der Behörden vor Ort sind in jedem Fall zu beachten.

Naturgefahrenfachstellen des Bundes weiterhin aktiv
Angesichts der zu erwartenden Niederschlagsspitzen, die in der Nacht vom Freitag auf Samstag beginnen und auch während des Samstags erwartet werden, sind die zuständigen Naturgefahrenfachstellen des Bundes, MeteoSchweiz, das WSL-Institut für Schnee- und Lawinenforschung SLF in Davos und das Bundesamt für Umwelt BAFU weiterhin aktiv. Sie beobachten die weitere Entwicklung, koordinieren sich und beurteilen die Lage regelmässig neu. Ihre Einschätzungen halten sie in einem Naturgefahrenbulletin fest, das auf www.naturgefahren.ch veröffentlicht wird. Die kantonalen Fachstellen überwachen die Situation im Detail. Die Zusammenarbeit der Bundesstellen mit den Kantonen ist gewährleistet. Die Behörden der betroffenen Kantone werden seit Mittwoch von MeteoSchweiz vor dem Niederschlagsereignis gewarnt.

Bei Bedarf und in Absprache mit den betroffenen Kantonen kann der Bund auch eine Warnung an die Bevölkerung erlassen und diese über Radio und TV verbreiten lassen. Aktuell wird auf eine solche Verbreitung in der ganzen Schweiz verzichtet, weil das Ereignis regional begrenzt ist.


Internet 
www.naturgefahren.ch
www.meteoschweiz.admin.ch
www.slf.ch
www.bafu.admin.ch

 

 

 

Kontakt

  • Anja Schilling, Kommunikation MeteoSchweiz, Telefon:  044 256 94 10
  • Medienstelle Bundesamt für Umwelt BAFU, Telefon:  031 322 90 00

 

Niederschlagsradar

Aktuelles Radarbild

Gefahren

Gefahrenkarte
Gefahren

Unwetterbulletin

Internet

FrançaisItalianoEnglish Über uns Shop
       
Allgemeine Lage Detailprognose Aktuelles Wetter Ozonschicht Gesundheit Vegetationsentwicklung Modellvorhersagen Spezialprognosen Wetterereignisse Wetterrückblick Tagesaktualität
Klima Schweiz Klima heute Klima morgen Klima international Messsysteme Klima Berichte
Produkte A-Z Aviatik Bau- & Landwirtschaft Strassen Outdoor Beratung Datenportal Energie Tourismus Versicherungen Öffentliche Verwaltungen Schulen & Universitäten Telefon, Fax, SMS Homepage
Forschung & Entwicklung Publikationen Veranstaltungen Konsortien Aktuelle Projekte Abgeschlossene Projekte
Gefahren Wochenvorhersage Unwetterbulletin Zusatzinformationen Kantone