Neue Niederschlagsmessstationen für den Kanton Wallis in Betrieb
...ungefähr 40 neue Niederschlagsstationen im Kanton Wallis, integriert ins Bodenmessnetz der MeteoSchweiz führen zu einem quantitativen Werkzeug zur Verbesserung der Risikoabschätzung bei Starkniederschlägen in den Walliser Alpen...
Mit dem neuen automatischen Niederschlagsmessnetz erhält der Kanton Wallis ein zuverlässiges Warnsystem und damit eine neue wertvolle Entscheidungsgrundlage um mit hydrologischen Risiken besser umgehen zu können. Hierzu arbeiten die Kantonsbehörden und MeteoSchweiz eng mit dem WSL Institut für Schnee- und Lawinenforschung (SLF) zusammen.
Vorgängige Studien haben gezeigt, dass das Niederschlagsmessnetz im Gebiet des Kantons Wallis dichter gestaltet werden muss, um so auch die verschiedenen Einzugsgebiete abdecken zu können. Gesamthaft werden ungefähr 40 zusätzliche Niederschlagsmessstationen benötigt.
MeteoSchweiz bringt in diesem Projekt ihre grosse Erfahrung im Bereich Aufbau neuer Messnetze und in der zuverlässigen Verarbeitung von Messdaten im operationellen Betrieb ein. Das gesamte Datenmanagement (Übertragung, Qualitätskontrolle und -sicherung, Datenspeicherung und Weitergabe) in diesem Projekt übernimmt MeteoSchweiz im Auftrag des Kantons Wallis.
Zusammenarbeit Kanton Wallis - MeteoSchweiz - SLF
Der Kanton Wallis übernimmt organisatorische und logistische Arbeiten auf dem Feld und ist verantwortlich für das Erlangen der Nutzungsrechte und/oder Miete der Terrains, welche für die neuen Messstationen ausgewählt wurden. Die Gemeinden sind Eigentümer der Messstationen, während der Kanton die Rolle als Subventionsstelle einnimmt.
MeteoSchweiz realisiert mit einem neuentwickelten Stationstyp SMN-FD (SwissMetNet-Fast Deployed) das Niederschlagsmessnetz, welches vollständig in das neue SwissMetNet integriert wird. Damit werden diese Stationen inklusive Qualitätskontrolle in die komplette Datenverarbeitungskette der MeteoSchweiz eingegliedert. Sobald eine neue Niederschlagsstation gebaut und für die Nutzung freigegeben wird, sind die Messdaten auf der gemeinsamen Informationsplattform Naturgefahren (GIN) verfügbar.
Die Messdaten der automatischen Stationen werden an das SLF in Davos übermittelt. Dort werden sie weiterverarbeitet und als Inputdaten Warnsystemen wie IFKIS und IFKIS-Hydro zugeführt.
Der Kreis schliesst sich: zwei Bundesbehörden, eine Kantonsbehörde und öffentliche Ressourcen, welche die Stärken aller Partner im Verbund nutzen.
Abbildung 1: SwissMetNet-Fast Deployed Niederschlagsstationen im Wallis (13.12.2011).
Abbildung_1_Stationen_SMN_FD_VS.png, 1.4 MBStationsdetails:
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Abkürz.
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Lage
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Koordinaten [ m / m ] |
Höhe [ m ü.M. ] |
Operationell seit
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| VSSAB | Saas Balen | 637'837 / 110'929 | 1'535 | 05.10.2010 |
| VSJEI | Jeizinen | 621'858 / 130'808 | 1'550 | 06.10.2010 |
| VSBAS | Baltschiedertal | 633'900 / 133'350 | 1'320 | 05.10.2010 |
| VSMAT | Mattsand | 627'250 / 110'279 | 1'230 | 06.10.2010 |
| VSVER | Vercorin | 609'075 / 120'732 | 1'650 | 07.10.2010 |
| VSANZ | Anzère | 597'607 / 128'205 | 1'614 | 04.10.2010 |
| VSSAL | Saleina | 573'291 / 92'777 | 1'600 | 14.10.2010 |
| VSCHY | Champéry | 555'392 / 112'526 | 1'055 | 27.10.2010 |
| VSTUR | Turtmann | 619'600 / 113'183 | 2'180 | 29.09.2011 |
| VSMOI | Moiry | 610'400 / 109'700 | 2'140 | 29.09.2011 |
| VSGDX | Barrage Grande Dixence | 597'251 / 103'584 | 2'150 | 30.09.2011 |
| VSBRI | Bricola | 609'887 / 99'430 | 2'440 | 05.10.2011 |
| VSARO | Arolla | 603'504 / 95'835 | 2'000 | 05.10.2011 |
| VSFIN | Findelen | 626'317 / 95'547 | 2'170 | 12.10.2011 |
| VSSTA | Stafel | 618'596 / 94'805 | 2'180 | 12.10.2011 |
| VSSFE | Salanfe | 564'020 / 110'569 | 1'880 | 16.11.2011 |
| VSCLU | Clusanfe | 557'243 / 109'534 | 1'899 | 16.11.2011 |
| VSFLY | La Fouly | 573'453 / 87'284 | 1'550 | 17.11.2011 |
| VSEMO | Emosson | 560'664 / 101'691 | 1'923 | 17.11.2011 |
Google-Earth Datei: (v. 13.12.2011)
Projet_SMN_FD_Ct_Valais_20111213.kml, 47 KB
Abbildung 2: Die erste SMN-FD Station in Anzère (aktiv seit 04.10.2010) mit Beschriftung der verschiedenen technischen Komponenten
SMN_FD_VSANZ.jpg, 151 KB
Abbildung 3: Der Informationsfluss innerhalb der Zusammenarbeit Wallis > MeteoSchweiz > SLF: Die Niederschlagsmessstationen (Fluss orange eingefärbt) werden mit der Plattform SwissMetNet (1) verbunden, die Qualitätssicherung der Daten wird im « Data WareHouse » der MeteoSchweiz gewährleistet (2) und anschliessend werden die Daten an die gemeinsame Informationsplattform über Naturgefahren - GIN - weitergeleitet (3). Diese Messdaten werden als Ausgangsbedingungen für die Modelle zum Schutz vor Naturgefahren des SLFs (4) benützt, welche auf die Walliser Alpen angepasst sind. Die Modellresultate (Fluss blau eingefärbt) werden anschliessend an die Dienststelle für Wald und Landschaft des Kantons Wallis geliefert.
Links:
Dienststelle für Wald und Landschaft (Kanton Wallis)
Kontakt:
MeteoSchweiz
Chemin de l'Aérologie
CH-1530 Payerne
Tel. +41 26 662 62 11
Fax +41 26 662 62 12





