Dieser Auszug zu den aktuellen Klimaszenarien zeigt die erwarteten Änderungen der mittleren Temperatur und des mittleren Niederschlags in der Nordostschweiz, in der Westschweiz und in der Südschweiz bis 2100. Für den Gesamtbericht und die deutsche Zusammenfassung siehe Verweise nebenan.
Was zeigen die Grafiken
Vergangene und zukünftige Änderungen der saisonalen Temperatur und des Niederschlag in den Regionen Nordostschweiz, Westschweiz und Südschweiz. Die Änderungen beziehen sich auf den Referenzzeitraum 1980-2009. Die dünnen farbigen Balken zeigen die jährlichen Abweichungen vom gemessenen Durchschnitt über den Referenzzeitraum, die dicken schwarzen Linien sind die entsprechenden über 30 Jahre geglätteten Durchschnittswerte. Die graue Schattierung gibt die Spannweite der jährlichen Abweichungen an, wie sie die Klimamodelle für das A1B Szenario prognostizieren (das 5-95 Perzentil für jedes Jahr über den ganzen Modellsatz). Die dicken farbigen Balken zeigen die besten Schätzungen der Projektionen in die Zukunft und den damit verbundenen Unsicherheitsbereich für ausgewählte Zeiträume von 30 Jahren und für drei verschiedene Szenarien von Treibhausgasemissionen. Dieser Bericht verwendet zwei Emissionsszenarien ohne Intervention (A2 und A1B), welche eine Zunahme der Emissionen annehmen, und ein Klimastabilisierungsszenario (RCP3PD), welches annimmt, dass die Emissionen bis 2050 um etwa 50% gesenkt werden.
Der Blick in die Zukunft
Gegenüber den letzten 30 Jahren und für alle betrachteten Schweizer Regionen sagen die besten Schätzungen der Szenarien ohne Intervention folgende Zunahme der jahreszeitlichen Mitteltemperatur voraus: 3.2-4.8°C bis zum Ende des Jahrhunderts (A2-Szenario) und 2.7-4.1°C (A1B-Szenario). Für die mittlere Niederschlagsmenge im Sommer wird mit dem A2-Szenario eine Abnahme von 21-28%, mit dem A1B Szenario eine Abnahme von 18 - 24% erwartet. Mit dem Stabilisierungsszenario würde sich das Schweizer Klima in den nächsten Jahrzehnten immer noch ändern, es könnte jedoch mit einer Stabilisierung bei einer mittleren jährlichen Erwärmung von 1.2-1.8°C und einer Zunahme der Trockenheit im Sommer von 8-10% bis zum Ende des Jahrhunderts gerechnet werden. Unsicherheiten aufgrund von Einschränkungen in den Klimamodellen und der natürlichen Klimaschwankungen belaufen sich für die Temperatur auf etwa 1°C, für den Niederschlag auf etwa 15%.
Extremereignisse
Aufgrund des Berichtes ist von häufigeren, intensiveren und länger anhaltenden Wärmeperioden und Hitzewellen im Sommer auszugehen, während die Zahl der kalten Wintertage und -nächte vermutlich abnehmen wird. Projektionen der Häufigkeit und Intensität von Niederschlagsereignissen sind mit grösseren Unsicherheiten behaftet, markante Änderungen können jedoch nicht ausgeschlossen werden. Zusätzlich wird eine Verschiebung von festem Niederschlag (Schnee) hin zu flüssigem Niederschlag (Regen) erwartet, was das Überschwemmungsrisiko speziell in niedrigen Lagen vergrössern würde.





