Extrem milder Herbst
Südföhn auf dem Walensee (Foto: Marco Stoll).
Überwiegend Niederschlagsdefizite
Der November als letzter Herbstmonat brachte zwar landesweit überdurchschnittliche Niederschlagsmengen. September und Oktober waren aber niederschlagsarm gewesen, so dass verbreitet ein Niederschlagsdefizit verblieb. Im Zentralwallis, im Nordtessin und im Misox wurden nur etwa zwei Drittel der Normalsummen registriert. Werte unter 80 Prozent gab es verbreitet auch im Südwallis, im Engadin, im Münstertal und vereinzelt im Jura und Mittelland. Insgesamt fast normale Regensummen gab es im Herbst 2009 im östlichen Flachland und an den Voralpen. Sogar leicht übernormale Niederschlagssummen resultierten im Mendrisiotto wegen starken Gewitterregen im September und teils am zentralen und östlichen Alpennordhang wegen überdurchschnittlichen Niederschlägen im Oktober.
Sonnendefizit in den höheren Lagen, aber ein Plus im Flachland
Im Jura und in den höheren Lagen des Alpennordhangs und Graubündens erreichte die Besonnung trotz dem recht sonnigen September insgesamt nicht ganz die übliche Stundenzahl, weil sich ab Oktober unbeständiges Wetter einstellte und die schönen Spätherbsttage sich rar machten. Das Sonnenscheindefizit hielt sich mit Werten über 90 Prozent meist in Grenzen. Die nördlichen Voralpengipfel blieben aber unter 90 Prozent der normalen Herbstbesonnung. Auf dem Napf und dem Pilatus wurden sogar nur 77 Prozent der normalen Sonnenscheindauer gemessen. Umgekehrt gab es wegen der unbeständigen Witterung in tiefen Lagen weniger Herbstnebel als üblich. Im Mittelland, im Vierwaldstätterseegebiet, im Rheintal und im Südtessin war die Besonnung mit 105 bis 120 Prozent der Norm grösser als im Mittel der Herbste von 1961-90. Auch im Wallis reichte es für ein kleines Sonnenscheinplus. Am Alpensüdhang und am Juranordfuss war die Besonnung im Herbst 2009 normal.
Stand: 1.12. 2009, Klimadienste MeteoSchweiz
Die hier publizierten Zahlen sind vorläufige Werte, da nicht alle Messungen der MeteoSchweiz zum Zeitpunkt der Erstellung zur Verfügung standen. Der Flash darf unter Quellenangabe „MeteoSchweiz“ ohne Einschränkungen weiterverwendet werden.
